Medienmitteilungen

Österreichische Münzen sorgen für Furore

Goldmünze mit Abbild von Franz Joseph I. für mehr als 24‘000 Euro versteigert

An der Münzenversteigerung des Auktionshauses Rapp im schweizerischen Wil vom Mittwoch, 25. November 2020, erzielten gleich mehrere seltene Münzen aus Österreich absolute Toppreise. Für besonderes Aufsehen sorgte ein Exemplar des ersten Talers, der vor über 500 Jahren in Hall in Tirol geprägt wurde.
 
Erzherzog Sigismund wird auch der «Münzenreiche» genannt: Er verlegte die Tiroler Münzprägestätte im 15. Jahrhundert nach Hall in Tirol und gilt deshalb als Vater des in Hall 1486 erstmals geprägten, berühmten Guldiners – der ältesten Talerprägung. Ein besonders prächtiges Exemplar davon wurde im Rahmen der Münzenauktion im Auktionshaus Rapp für rund 22‘000 Euro verkauft. «Es zeigte sich einmal mehr, dass Münzen aus Österreich bei Sammlern weltweit enorm hoch im Kurs sind», bilanzierte Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsführerin des Auktionshauses Rapp.

Münzen bei Investoren begehrt
Aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen können im Auktionssaal derzeit nur 50 Personen mitbieten. Umso mehr Gebote treffen via Onlineplattformen und Telefon ein. So entstand auch um den sehr seltenen Guldiner ein regelrechtes Bietergefecht. Marianne Rapp Ohmann zeigte sich hocherfreut. Überrascht habe sie der hohe Verkaufspreis indes nicht: «Investments mit historischem Hintergrund werden nebst Aktien und Immobilien immer mehr zur Alternative in einem diversifizierten Investment-Portfolio.»

Goldmünze erzielt Spitzenpreis
Neben dem Guldiner sorgte eine Partie Taler und Doppeltaler, die ebenfalls in Hall geprägt wurden, für Aufsehen: Die begehrten Münzen starteten bei 1840 Euro und erzielten einen Endverkaufspreis von 18‘400 Euro. Für einen weiteren Spitzenpreis sorgte eine Goldmünze mit dem Konterfei von Franz Joseph I., die anlässlich des Regierungsjubiläums 1908 geprägt wurde: Die auf 2'800 bis 4‘600 Euro geschätzte Münze kam letztlich für mehr als 24‘000 Euro unter den Hammer.

nach oben